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Kultur und regionen

BESCHREIBUNG LANDGUT Villa Gioli

Sommerfrische der Impressionisten

Vor hundert Jahren zog sich die elegante und gebildete Gesellschaft – vor allem die Professoren der Universität Pisa, aber auch die Marineoffiziere aus Livorno – in den Sommermonaten auf ihre Landsitze in den Hügeln in der Umgebung von Pisa zurück. Einer dieser Landsitze, die Villa Gioli, wurde im 18. Jahrhundert erbaut. Zunächst als einfaches Jagdhaus gedacht, erhielt die Villa ihren heutigen Stil und ihre heutige Größe in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Eigentümer, die Brüder Francesco und Luigi Gioli, Nachkommen einer Adelsfamilie aus Pisa, fügten den ursprünglichen Gebäuden einen Turm hinzu, den sie zu ihrem Atelier machten. Tatsächlich war das Leben der beiden Brüder den Künsten gewidmet.

Diese Zeit war das goldene Zeitalter der italienischen Impressionisten, der so genannten Macchiaioli, abgeleitet von „macchia“ – der Fleck. Dieser damals sehr umstrittenen Kunstströmung gehörten einige der besten Maler an, von denen viele in Paris studiert hatten. Die Macchiaioli kehrten ihren Ateliers und den akademischen Traditionen den Rücken. Die Maler gingen in die freie Natur, wo sie mit Hilfe des sich ständig ändernden Lichts die Grenzen ihrer Kunst neu ausloteten. Das unbedingte Bedürfnis nach Begegnungen zwischen den Künstlern, um Ideen und Inspirationen auszutauschen, verwandelte Matilde Bartolommei Gioli, die intelligente und gebildete Ehefrau eines der Brüder Gioli, in eine aufmerksame Gastgeberin, die ihnen hier ein Paradies zur Verfügung stellte. Die meisten der avantgardistischen Künstler – Maler, ebenso wie Schriftsteller -, darunter Fattori, Lega, Signorini, Kienerk und Cecconi fanden bei ihr offene Türen. Sie alle kamen und verbrachten lange Monate in der Villa.

Die heutigen Eigentümer Grafen Cerina Ferroni, sind direkte Nachfahren der Brüder Gioli. Der Geist dieser glücklichen Zeiten ist noch heute spürbar.

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