Ein Besuch bei toskanischen Bio-Bauern

Jedes Mal, wenn ich für kürzer oder länger nach La Foce komme, kaufe ich mir zu allererst una forma de Pecorino, einen ganzen Laib Schafskäse.

„Wo kommt der Schafskäse her, Mami?  fragte mich meine Tochter, als wir gerade ein paar Stücke des Pecorino verzehrten.

-          Vom Mutterschaf, Schätzchen.
-          So eines möchte ich mal sehen…
-          Wirklich? Nun…“

Nun fiel mir zum Glück ein, dass es in der Nähe von La Foce durchaus möglich war, auf Schafe und Mutterschafe zu treffen: In Podere Il Casale. Es ist ein mittelgroßer, hübscher Bio-Bauernhof, etwa 70 ha groß. Er liegt im Süden der Toskana, zwischen Pienza und Montepulciano. Ich hatte schon öfters frische Produkte vom Hof gekauft, aber noch nie daran gedacht, das Gelände zu besichtigen.

So machten wir uns auf den Weg. Podere Il Casale liegt nur 10 min von Pienza entfernt, eine kleine Landstraße führt durch die herrliche Landschaft. Feinschmeckern sowie Eltern mit Kindern sei dieser Ausflug wärmstens empfohlen – es gibt auf diesem freundlichen und appetitlichen Hof vieles zu entdecken und zu probieren.

Ein Schweizer Ehepaar hat die Grundstücke in den 90er Jahren erworben, sie gelten als die Pioniere der organischen Landwirtschaft im Val D’Orcia und in der ganzen Toskana. Sandra und Ulysse haben auf dem Bio-Hof ihre 5 Kinder großgezogen, also kennen sie sich ganz gut mit dieser Spezies aus. Wenn Ihr Nachwuchs gerne Ziegen streichelt, Bienen studieren möchte oder ein paar Tore auf dem Fussballplatz schießen möchte, dann ist er in Podere Il Casale bestens aufgehoben.

Mutterschafe und Hammel fanden wir leider nicht auf unserem Ausflug – sie weideten diesmal auf einem Gelände außerhalb. Aber wir hatten unsere Freude an munteren Ziegen, Eseln, Bienen, Schweinen – und einem prachtvollen Pfauenpaar, das über die Hügel rund um den Hof streifte.

Nachdem man die Tiere bewundert hat, empfehle ich eine kleine Stärkung im Restaurant. Es ist ein wunderschön renovierter ehemaliger Stall, das Restaurant hat etwa 45 Plätze, einen Innenhof und eine idyllische Terrasse. Vergessen Sie nicht, den hausgemachten Ricotta zu probieren. Sie können auch Massimo fragen, ob er mit Ihnen eine Führung durch die Käseproduktion macht.

Spezial-Pizza-Kochkurse und ein Kurs, bei welchem man lernt, wie Käse gemacht wird, natürlich gefolgt von einem köstlichen Essen, können bei Trust&Travel gebucht werden. Schreiben Sie einfach Katja an (katja@trustandtravel.com), sie schickt Ihnen detaillierte Infos. Preise beginnen bei 60 Euro pro Person.

Auf alle Fälle ist es ratsam, für Mittag- oder Abendessen zu reservieren:
www.podereilcasale.it

Ein Tipp: Die Sonnenuntergänge dort sind atemberaubend.

 

Katharina's Italy

Umbriens einzigartiges Jazz-Festival

Im Juli 2000, in der Toskana, irgendwann am späteren Nachmittag, wie ich mich erinnere, traf ich mich mit einer Freundin in einer Bar. Ich blätterte flüchtig eine der lokalen Zeitungen durch, als ich über eine Überschrift stolperte. In der Juli-Hitze brauchte ich ein paar Sekunden, um den Inhalt zu erfassen: John Lewis spielt heute abend auf dem Umbrischen Jazz Festival. Weiterlesen

Potentino – zurück zum kulinarischen Gastspiel in Courances

Der Geschmack Italiens – mit französischem Flair: Liebe Leser, vielleicht erinnern sich einige von Ihnen an einen Blog, den ich letztes Jahr, ungefähr um dieselbe Zeit, postete. Ich hatte zwei Freunde von mir nach Frankreich eingeladen, Charlotte Horton und Alexander Green. Die beiden sind begnadete Köche und mehrfach ausgezeichnete Winzer aus dem Castello di Potenino. Letztes Jahr kamen sie ins Schloss Courances, um unseren Gästen dort ein unvergessliches „Pop-up-Dinner“ zu kredenzen.

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Eine Mittagspause in Grosseto

Neulich war ich wieder in Italien unterwegs, um die Häuser und Palazzi von Trust & Travel zu besuchen. Wie immer versuche ich bei dieser Gelegenheit, Neues zu entdecken. Das macht meinen Job ja so interessant und meinen Blog hoffentlich auch.

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Eine Fundgrube: Der Antikmarkt von Lucca

Frühjahrsputz! Ich machte mich gerade über ein Zimmer in meinem Pariser Apartment – unter uns, es war längst fällig gewesen – als ich über eine kleine Keramik-Vase stolperte. Ich hatte sie vor Jahren auf dem Flohmarkt in Lucca gefunden.

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Die Antinori und ihre Schätze unter der Erde

„Katharina, dieser Wein ist wirklich göttlich!“
-          Das will ich doch hoffen, Jonathan. Schließlich ist es die teuerste Flasche Wein, die ich jemals gekauft habe….
-          Oh, wirklich?“

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Eigentlich gar kein so schlechter Job…..

Puh! Heute bin ich ein bisschen außer Atem. Gerade habe ich eine Woche in Italien verbracht, und nun Ich sitze in Venedig, am Flughafen, und warte auf meinen Rückflug, zurück nach Paris. Manchmal wird es wirklich etwas hektisch. Aber trotzdem: ich liebe meinen Job.

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Spargelzeit – kein Busch bleibt unumgedreht…..

Diese Woche möchte ich Ihnen verraten, wie man Asparagus acutifolius erntet – auf die italienische Art, natürlich. Ja, es handelt sich um Spargel, um wilden Spargel, wie er überall im Mittelmeer-Raum vorkommt. Die lateinische Bezeichnung acutifolius kann man übrigens mit „dornige Blätter“ übersetzen.

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Der zeitgenössische Berg

„Warst Du schon mal in der biologisch abbaubaren Ausstellung, Katharina?
-          die was? Biologisch abbaubar? Wo auf der Welt gibt es denn so etwas? Und seit wann? Vielleicht müssen wir uns beeilen, sonst ist es schon abgebaut?“

Mein Freund musste lachen: „Nein, so schnell geht es auch wieder nicht.“

Die Arte Sella Ausstellung ist ein Land Art Projekt im Herzen des Valle di Sella, einem malerischen Tal unweit von Borgo Valsugana. Weiterlesen

Ende gut, alles gut

Es gibt  Tage, da geht alles schief. Wie gestern zum Beispiel. Ich glaube, jeder hat das schon einmal erlebt. Reden wir nicht mehr über gestern – ich muss mich erst davon erholen – ich erzähle Ihnen lieber eine andere Geschichte.

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