Across the Big Blue Sea

Finden Sie nicht auch, liebe Leser, dass Italien ein Traumland ist? Ich auch. Natürlich habe ich Ihnen bereits darüber geschrieben, dass die meisten Stätten des UNSESCO Welt-Kulturerbes hier im Bel Paese zuhause sind. Aber wussten Sie auch, dass Italien mittlerweile Griechenland den Rang abgelaufen hat- als Auffangbecken für Immigranten, die nach Europa drängen.

Die letzten Jahre war unser Kontinent mit einer gewaltigen Flüchtlings- und Migranten-Krise konfrontiert. Seit 2014 befand sich Katja Meier direkt inmitten dieser Krise. Katja ist Schweizerin, die seit langem in der Toskana lebt. In ihrer Reportage „Across the Big Blue Sea“ schreibt sie lebendig und sehr persönlich über ihre Arbeit in einem Flüchtlingsheim in einem kleinen toskanischen Dorf. Keinen lässt diese Story unberührt, jeder wird zum Nachdenken angeregt.

Katja ist seit langen Jahren eine gute Freundin von mir und eine wertvolle Mitarbeiterin, dank ihrer vielen Talente und ihrer beeindruckenden Urteilskraft. Neben vielem anderen liefert sie mir immer tolle Ideen für meinen Blog. Sie betreut auch den Instagram Account von Trust&Travel.

Noch immer bin ich gefangen von all den Charakteren, Schauplätzen, Gefühlen und Missverständnissen dieser Geschichte, die Katja uns so klug, empathisch und unmittelbar nahebringt. Sollten Sie gerade ihre Bücherliste für den kommenden Sommer zusammenstellen, lege ich Ihnen dieses feinsinnig verfasste Werk ans Herz.
Der Untertitel sagt einiges. „Gute Absichten und harte Erfahrungen in einem toskanischen Flüchtlingsheim“.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen fünf junge Frauen aus Nigeria, die an einem heißen Tag im Juli von der italienischen Küstenwache aus dem Meer gefischt wurden. Ihr Schicksal legt man nun mehr oder weniger in Katjas Hände. Sind kennen sicher Murphy’s Law? Was schiefgehen kann, wird auch schief gehen. Die Wahrheit dieser Regel wird in Katjas Reportage aufs Beste illustriert. Interkulturelle Missverständnisse, gefolgt von organisierter Prostitution und einem unorganisierten, überlastetem karitativem System. Die Mädchen verschwinden, die Behörden sind überfordert…
Wie Katja sich durch dieses Chaos hindurchkämpft, ihre Niederlagen übersteht, darüber möchte ich allerdings nicht die Katze aus dem Sack lassen.

Statt dessen ein Zitat aus dem Buch, das zur Zeit nur in Englisch erhältlich ist (die deutsche Übersetzung ist in der Arbeit): “Contemplating the first swim of the season, with my feet in the cold water, I looked at the Mediterranean Sea and thought of Odysseus, and of all the people who keep risking passage on these treacherous waters. And how, in defiance of the gods, just like the Greek hero before them, they keep holding on for dear life – to rubber dinghies and battered fishing boats – in the hope of finding a better one on the other side.”

Hier ist ein Link zu diesem Kleinod: Across the Big Blue Sea

Hut ab, Katja.

 

Katharina's Italy

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