DIE SEELE KENIAS IM HERZEN DER TOSKANA

 

Auch wenn meine Arbeit fest im bel paese verwurzelt ist, bietet sich doch immer wieder Gelegenheit, neue Leute aus den verschiedensten Winkeln der Welt, ihre Kultur und ihre Lebensanschauung kennen zu lernen.

Vor ein paar Wochen zum Beispiel nahm ich im Castello di Potentino an einem  Thought for Food Symposium teil. Meine alte Freundin Charlotte Horton, die Chefin des Landgutes, schafft es dort immer wieder, Menschen aus verschiedenen Ecken der Welt, mit den unterschiedlichsten Backgrounds, an einen Tisch zu bringen. Bei dieser Gelegenheit traf ich die Social Innovators Maggie Sakian Koshal und Nelson Reiyia. Sie berichteten über ihre Arbeit im Massai Mara Park, einem ausgedehnten Naturschutz-Reservat im Südwesten Kenias, und bei der anschließenden Diskussion kamen wir ins Gespräch.

Beide sind in einem traditionellen Massai-Stamm geboren, Maggie und Nelson waren unter den wenigen ihrer Generation, die eine Schulbildung erhielten. Maggies Vater, ein Massai –Häuptling, entschied sich gegen die Tradition und schickte seine beiden Töchter zur Schule. Nelson ging täglich 20 km zu Fuß zur Schule, um sein Abitur zu machen.

Nach der Universität arbeiteten sie zunächst ein paar Jahre in Nairobi. Dann kehrte das Paar zurück nach Mara und gründeten die Nashulai Maasai conservancy, das erste Naturschutzgebiet, das ausschließlich den Mitgliedern der Massai gehört. Dafür gibt es zwei Gründe: erstens gilt es, Flora und Fauna zu erhalten und zweitens, Einnahmequellen für die dortige Bevölkerung zu erschließen

Maggie und Nelson haben auch eine Schule gegründet und ein Camp für Safari-Fans errichtet: das Oldarpoi Mara Camp. Schließlich sind sie auch noch aktive Kämpfer gegen weibliche Genital-Verstümmelung.

In Italien nahmen meine beiden Freunde Unterricht bei Francesca und Lorenzo, um die Kunst der Käse-Herstellung zu lernen. Die beiden produzieren in ihrer Caseificio Murceti den vermutlich besten pecorino (ein Schafmilchkäse) der Toskana. Die beiden Paare entdeckten viele Gemeinsamkeiten, zum Beispiel kümmern sich beide um den Schutz von Raubtieren, wobei auch immer die  menschliche Gemeinschaft geschützt werden muss. Der Löwe in der kenianischen Mara und der Wolf in den Wäldern des Monte Amiata können Schafe, Ziegen und Vieh reißen und die Existenz einer Familie in einer Nacht vernichten.

Bevor sie die Toskana verließen, erzählte mir Maggie noch etwas, was ich bislang nicht wußte: Die Massai leben vorwiegend von Milch und Milchprodukten. Sie meinte „Wenn Du uns in Kenia besuchst, kannst Du bestimmt einen hausgemachten pecorino kosten…“

 

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