Ein Bad in der Bucht der Frauen

Im vergangenen Juni war ich mit meiner Familie in der Maremma, und ein befreundetes Ehepaar kam mit ihren beiden Kindern zu Besuch.  Eines schönen Morgens beschlossen wir, alle zusammen nach Orbetello zu fahren, ein paar Einkäufe erledigen und uns die Stadt anschauen.

Als wir dort beim Mittagessen saßen, dämmerte mir plötzlich, dass wir ja ganz in der Nähe von Talamone waren, einem verträumten kleinen Hafenstädtchen an der toskanischen Küste. Ich hatte in einem Magazin vom Aquarium von Talamone gelesen, das würde den Kindern bestimmt Spaß machen. Die Mittagstemperaturen kletterten unaufhaltsam nach oben und ich fragte die anderen, ob sie nicht auch gerne etwas „Erfrischendes“ unternehmen möchten.

„Ohhh!-  meine Tochter quietschte vor Freude. – gibt es dort Haie, Mami?
–          Das kann gut möglich sein. –  antwortete ich.
–          Und Riesen-Tintenfische auch? – fragte der jüngere Sohn meiner Freunde.
–           Also, ganz sicher bin ich mir nicht, aber ganz bestimmt allerhand erstaunliche Fische! – Ich versuchte, mich nicht festnageln zu lassen.
–          Vielleicht so riesige wie in Barcolena?“ – bohrte meine Tochter weiter…..

Sie meinte natürlich Barcelona. Wir jedenfalls setzten uns ins Auto und fuhren direkt nach Talamone. Das Aquarium war leicht zu finden – und sehr klein. Noch kleiner die Fische darin – ein paar heimische Exemplare aus dem Landschaftspark Orbetello. Den Kindern – und den Männern – klappten die Kinnladen herunter, vor lauter Enttäuschung.

Nach 15 Minuten, in denen ich schnell das Spiel „Such den heimischen Fisch“ erfunden hatte, konnte ich die Fakten nicht mehr länger überspielen. Die bittere Enttäuschung der Kinder (und der Männer) tat weh.

Wir verließen das Aquarium und gingen zu den Autos. Zuhause springen wir alle in den Pool und dann ist die Welt wieder in Ordnung, dachte ich bei mir. Ich sagte den anderen, sie sollten schon einmal einsteigen, ich würde nur noch schnell ein paar Fotos machen. Ich ging auf den Vorsprung zu, unter dem das Meer lag – und wow! Unter mir lag ein phantastischer Platz, die Baja delle Donne, die Bucht der Frauen.

Umarmt von 2 Felsvorsprüngen erstreckt sich dieser liebliche Strand, mit kristallklarem Wasser, Liebestühlen und Sonnenschirmen, und sogar eine kleine Strandbar wartete auf uns. Wir fanden einen Laden, versorgten uns mit Taucherbrillen und Schnorcheln und 10 Minuten später tauchten wir ab – ins Meer. Es war erfrischend, prickelnd und genau das Richtige. Die Kinder waren begeistert – sie entdeckten sogar ein paar Fische, die sie im Aquarium kennengelernt hatten. „Aber, Mami, sie sind viiiieeel größer hier!“

Im Hochsommer kann es manchmal etwas voll werden, aber trotzdem empfehle ich dieses Stück toskanischen Paradieses wärmstens. Es liegt nur eine halbe Stunde von unseren Trust & Travel-Gütern Marsiliana, Cavallini und Fontanili entfernt.

 

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